Luther und die reformatorischen Ideen: Familie und Erziehung

Die Klöster wurden nach der Reformation abgeschafft. Man wurde nicht mehr frömmer und heiliger, indem man sich aus der Welt zurückzog. Stattdessen wurden die Familie und das alltägliche Leben der Ort, wo der einzelne Mensch in Übereinstimmung mit dem göttlichen Willen leben sollte.

Die Familie wurde das Ideal für menschliche Gemeinschaft. Der Hausvater hatte die Verantwortung für die Mitglieder des Hausstandes, d.h. sowohl die biologische Familie als auch die Dienstleute. Er war auch der Pastor für den Hausstand. Es war seine Verantwortung, dass Kinder und Angestellte im rechten Glauben erzogen wurden und ihre Bestimmung im Leben erfüllten. Alle sollten ihren Beruf und Stand kennen.

In der Auslegung des vierten Gebotes, „Du sollst deinen Vater und Mutter ehren“, zeigte Luther, wie sich das Leben in der Familie zu gestalten hatte: Kinder und Untergeordnete sollten ihren Platz als eine Berufung durch Gott verstehen. Es war wichtig, dass vor allem Kinder und Dienstleute verstanden, dass ein Unterschied bestand zwischen denen, die zu gehorchen hatten, und denen, die Vollmacht und Verantwortung hatten. Dieser Unterschied war zu respektieren – auch wenn das zuweilen ungerecht erscheinen konnte – denn die Alternative war Chaos, meinte Luther. Luther war der Auffassung, dass sich das Leben nur für die Oberen und die Unteren entfalten konnte, wenn gegenseitiger Respekt und eine hierarchische Ordnung existierten.

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