Bilder der Reformation: Familie und Erziehung

„Die Heilige Familie“. In der alten Kirche war das Motiv der „heiligen Familie“ ein verbreitetes Ablassbild, das mit der verbreiteten Anbetung der heiligen Anna, der Mutter der Jungfrau Maria, verbunden war. Anna war die Schutzheilige mit besonderer Bedeutung für die Familie, weil sie sowohl Ehefrau, Hausmutter, Mutter und Großmutter war. Die Lutheraner interpretierten „Die Heilige Familie“ neu als Ideal für Ausbildung und Familie.

Cranachs Holzschnitt entstand 1510 als Ablassbild. Etwa zehn Jahre später wurde es mit Versen von Melanchthon versehen, hier aus dem Lateinischen in ein leicht verständliches Deutsch übersetzt, das sich an alle Eltern wendet. Melanchthon schreibt, dass es wichtig ist, dass Kinder in die Schule gehen und lesen lernen. Sonst können sie nicht die Bibel lesen, und dann laufen sie Gefahr, das Evangelium nicht in der rechten Weise zu verstehen. Der Weg zum wahren Christus führt über die Schule, schließt der Vers.

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