Luther und die reformatorischen Ideen: Kirchenraum und Gottesdienst

Die Reformation bedeutete, dass der Gottesdienst umgedacht werden musste, und damit veränderte der Kirchenraum mit der Zeit auch sein Aussehen und seine Funktion. Wenn der Mensch in seinem Verhältnis zu Gott in erster Linie empfangen sollte, was Gott gab, anstatt etwas zu leisten, dann musste der Kirchenraum das wiederspiegeln.

Der Gottesdienst änderte seinen Charakter, und vielerorts begann man die Einrichtung des Kirchenraumes zu verändern. Vor allem die Kanzel erhielt einen herausragenden Platz. Es war wichtig, dass Kinder getauft wurden, dass die Gemeinde am ganzen Abendmahl teilnahm, mitsang und die Predigt hörte, die alles ins rechte Licht rücken sollte. Worte füllten viel im lutherischen Gottesdienst. Das lutherische Verständnis des Gottesdienstes steht so hinter den Übersetzungen der Bibel in Nationalsprachen und die große dänische Kirchenliedertradition.

In der Reformationszeit wurden Heiligenbilder aus der Kirche entfernt und durch Bilder ersetzt, die biblische Berichte über Jesus wiedergeben oder Taufe, Abendmahl und Predigt. In dem neuen Verständnis vom Gottesdienst stehen Taufe, Abendmahl und Predigt als Ausdruck dafür, dass Gott dem Menschen entgegenkommt.

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