Die Reformation und die dänische Gesellschaft: Kirchenraum und Gottesdienst

Die Kirche ist ein altes Haus, das immer nach religiösen Bedürfnissen erneuert worden ist, und sie ist durch die Jahrhunderte ein Treffpunkt für die Bewohner der Gemeinde und zwischen Pfarrer und Gemeinde gewesen. Man stellt sich oft vor, dass die Reformation den Kirchenraum radikal verändert hat, aber die Veränderungen kamen langsam.

Der lutherische Gottesdienst war in erster Linie die Versammlung der Gemeinde, unter der Leitung des Pfarrers, um das Wort Gottes zu hören. Deshalb erhielt die Kirche Bänke, auf denen die Gemeinde sitzen konnte, und eine Kanzel mitten im Kirchenraum, von dem aus der Pfarrer sprach. Die Seitenaltäre verschwanden, weil Messen für verschiedene Heilige in der lutherischen Kirche nicht erlaubt waren. Die Fresken wurden erst im Laufe des 17. und 18. Jahrhunderts übermalt.

Vielerorts erhielt der Hochaltar ein neues Retabel mit Bibelzitaten auf Dänisch und vielleicht mit Bildern, die sich auf das Abendmahl bezogen, das eine der beiden Sakramente der protestantischen Kirche. Die Taufe war das andere Sakrament, in dem das Kind in die christliche Gemeinschaft aufgenommen wurde und ein neues Verhältnis zu Gott erhielt; deshalb erhielt der Taufstein eine zentrale Platzierung.

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