Luther und die reformatorischen Ideen: Gesang und Musik

Musik war ein wichtiges Element im theologischen Reformprogramm Luthers. Das zeigt Luthers eigene Produktion von Liedern. Die Lieder erhielten große Bedeutung als Mittel der Verkündigung und für die Aneignung der evangelischen Botschaft. In Luthers Augen war die Musik ein wichtiger Teil des Gottesdienstes.

Für Luther war die Musik vor allem eine göttliche Gabe. Die Musik spiegelte die gute Schöpfung Gottes wieder und hatte bemerkenswerte Wirkungen. Luther war der Auffassung, dass die Musik negative mentale Zustände aufheben und stattdessen Freude schaffen könne. Auf diese Weise entstand eine enge Beziehung zwischen Musik und Theologie. Wenn der Mensch die Botschaft des Evangeliums von dem Heil in Christus empfängt, dann kommt er in einen Zustand der Freude. Und dieser Zustand musste sich für Luther in Gesang ausdrücken. Der Glaube stimmt das Herz, und die Musik ist die sinnliche und hörbare Verwirklichung dessen, was der einzelne in seinem eigenen Glauben erfährt. Wie eine soziale Handlung wurde die Musik in sich selbst zur Verkündigung.

In erster Linie war es das Lied, das die lutherische Musikkultur prägen sollte.  Der Gesang von Liedern in der Muttersprache bildete den Ausgangspunkt für die aktive Teilnahme der Gemeinde am Gottesdienst. Und er wurde zu einem zentralen Mittel religiöser Praxis mehr allgemein, z.B. im Zusammenhang mit Hausandachten.

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