Luther und die reformastorischen Ideen: Glaube und Werke

„Wie finde ich einen gnädigen Gott?“ Das war die wichtigste Frage für Luther. Wenn Gott der ist, der Gnade erweist, kann das Heil nicht davon abhängent was der Mensch selbst tut. Zu dieser Erkenntnis kam Luther, indem er Paulus las. Er fasste sein neues Verständnis zusammen, indem er sagte, dass der Mensch „allein aus Glauben gerechtfertigt wird, nicht aus Werken“. Das bedeutet, dass der Mensch sich nicht selbst erlösen kann, indem er sich eine Belohnung von Gott verdient; stattdessen muss der Mensch im Glauben das empfangen, was Gott gibt. Nach Luther kann kein Mensch nämlich von ganzem Herzen tun, was er soll – da wird immer ein verborgenes egoistisches Interesse sein. Der Mensch kann nur von seinem Egoismus und seinem ewigen Kreisen um sich selbst befreit werden, indem er die Vergebung Gottes empfängt, seine „Begnadigung“. Deshalb ist der Mensch nicht der Schmied seines eigenen Glückes, sondern der Mensch empfängt, was Gott gibt.

Luther wurde vorgeworfen, die Bedeutung der guten Werke zu ignorieren. Aber er meinte selbst, dass er im Gegenteil den Menschen frei setzte, so dass er gute Werke für den Mitmenschen tat – ohne sie um seines eigenen Heils willen zu tun.

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