Bilder der Reformation: Glaube und Werke

Einer der wichtigen Unterschiede zwischen der alten römischen Kirche und der neuen Theologie Luthers war die Art und Weise, wie man die beiden zentralen Begriffe im Christentum verstand: Glaube und Werke. Der Glaube war wichtig für beide Seiten, aber über die Bedeutung der guten Werke war man sich nicht einig. In der alten Kirche meinte man, dass es für das Heil von entscheidender Bedeutung sei, gute Werke zu tun. Luther meinte dagegen, dass gute Werke ganz von selbst kommen, wenn man den Glauben gefunden hatte. Die Werke waren also nicht mehr eine Voraussetzung des Heils, sondern dessen Folge.

Das Propagandabild zeigt den Unterschied zwischen der alten und der neuen Weise, Gott zu verehren. Auf der rechten Seite sieht man satirische und spöttische Bilder, die den alten – und in lutherischen Augen falschen – Gottesdienst zeigen: Auf der Kanzel steht ein wohlgenährter Mönch. Er wird von einem kleinen Teufel hinter ihm inspiriert, der Worte in sein Ohr bläst. Er predigt darüber, was an guten Werken erforderlich ist, um erlöst zu werden, und das sehen wir im Bild: Man soll z.B. Ablass kaufen, mit heiligen Bildern und Reliquien in Prozessionen gehen, sich auf Pilgerreisen begeben und dafür sorgen, dass Messen für die Toten gehalten werden.

Aber Gott greift ein gegen diese missverstandene Form von Christentum. Oben rechts schickt er Hagel über sie alle, und die Fürbitten des Heilige Franz links helfen nicht.

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